Zukunftszentren
Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen und Beschäftigten bei der (Weiter-)Entwicklung und Umsetzung innovativer Gestaltungsansätze zur Bewältigung der digitalen Transformation
Die Zukunftszentren unterstützen kleine und mittlere Unternehmen (KMU), deren Beschäftigte sowie Solo-Selbstständige dabei, die digitale, ökologische und demografische Transformation erfolgreich zu gestalten. Im Mittelpunkt stehen die Einführung und Anwendung digitaler Technologien und Künstlicher Intelligenz im Arbeitsalltag.
Unternehmen erhalten praxisnahe Beratung, Qualifizierung und Begleitung, um neue Technologien menschenzentriert einzusetzen und die dafür notwendigen Kompetenzen aufzubauen. Die Zukunftszentren fördern dabei nicht nur technologische Veränderungen, sondern unterstützen Betriebe und Beschäftigte dabei, den Wandel aktiv mitzugestalten und ihre Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Zielgruppen
Das Programm richtet sich an:
- Unternehmen, insbesondere KMU
- Beschäftigte und Interessenvertretungen (Betriebsrat u.a.) in Unternehmen
- Selbstständige, insbesondere Solo-Selbstständige
Aktivitäten
Gefördert werden Aktivitäten, die:
- Unternehmen bei Veränderungs- und Entwicklungsprozessen begleiten
- die Einführung und Anwendung digitaler Technologien und KI-basierter Systeme unterstützen
- die Selbstlern- und Gestaltungskompetenz von Unternehmen, Beschäftigten und Selbstständigen stärken
- die Leistungs- und Innovationsfähigkeit von Unternehmen erhalten und stärken
- die beteiligungsorientierte Gestaltung von Veränderungsprozessen fördern
- die für den Wandel erforderlichen Kompetenzen vermitteln
So werden Unternehmen unterstützt
Beispiele für die Angebote der Zukunftszentren sind:
- Sensibilisierungs- und Lotsenberatungen
- Beratungs- und Begleitangebote für Unternehmen
- Qualifizierungsangebote
- Unterstützung bei der Einführung digitaler Technologien und KI-basierter Systeme
- Angebote zur beteiligungsorientierten Gestaltung von Veränderungsprozessen
- Wissens- und Praxistransfer aus Arbeits- und Organisationsforschung
- Angebote für Solo-Selbstständige zur Stärkung ihrer Gestaltungskompetenz im digitalen Wandel
Die Zukunftszentren bilden ein bundesweites Unterstützungsnetzwerk für Unternehmen, Beschäftigte und Selbstständige. Sie knüpfen an die Erfahrungen der Förderperiode 2014-2020 sowie des Bundesprogramms "Zukunftszentren (KI)" an und bündeln Kompetenzen rund um Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und moderne Arbeitsgestaltung.
Die im Programm gewonnenen Erfahrungen und Praxisbeispiele werden aufbereitet und allen Interessierten zur Verfügung gestellt. So profitieren auch Unternehmen und Beschäftigte, die nicht direkt an den Projekten teilnehmen.
Unternehmen und Solo-Selbstständige, die sich für die Angebote der Zukunftszentren interessieren, müssen sich direkt an ein Projekt wenden.
Aktuelle Projekte und Standorte
Regionale Zukunftszentren
Die 12 regionalen Zukunftszentren beraten Unternehmen vor Ort und unterstützen sie bei der Einführung digitaler Technologien und KI-Anwendungen. Im Fokus stehen praxisnahe Lösungen, eine menschenzentrierte Arbeitsgestaltung und die aktive Einbindung der Beschäftigten. Gemeinsam mit Unternehmen und ihren Beschäftigten erproben sie innovative Gestaltungsansätze und begleiten Veränderungsprozesse in der Arbeitswelt.
Zentrum Zukunft der Arbeitswelt
Das Zentrum Zukunft der Arbeitswelt unter der Federführung von Arbeit und Leben Sachsen e. V. bündelt Wissen und Erfahrungen aus den regionalen Zukunftszentren. Es bereitet Erkenntnisse, Praxisbeispiele und erfolgreiche Lösungsansätze auf und stellt sie Unternehmen, Beschäftigten, den Zukunftszentren in den Regionen sowie weiteren Arbeitsmarktakteuren zur Verfügung. Die gewonnenen Erfahrungen und Best-Practice-Beispiele unterstützen zudem das Bundesministerium für Arbeit und Soziales bei der Entwicklung neuer Ansätze und Maßnahmen für den Arbeitsmarkt.
Haus der Selbstständigen
Das Haus der Selbstständigen unterstützt insbesondere Solo-Selbstständige bei der Bewältigung des digitalen Wandels. Es fördert Vernetzung und die Gründung von Interessenvertretungen. Zudem stärkt es den Austausch zu guten Arbeitsbedingungen und fairen Vergütungsstrukturen. Bundesweit stehen dafür vier regionale Anlaufstellen zur Verfügung. Sie befinden sich in Berlin, Hamburg, Köln und Leipzig.
Was die Zukunftszentren bisher erreicht haben
Die bisherigen Ergebnisse zeigen die hohe Reichweite und Nachfrage der Zukunftszentren in allen Bundesländern (Stand: März 2026): Über 23.000 Sensibilisierungs- und Lotsenberatungen wurden durchgeführt, rund 1.300 kleine und mittlere Unternehmen unterstützt. Etwa 10.700 Beschäftigte nahmen an Weiterbildungsangeboten teil. Bei einer Befragung gaben 82 Prozent der teilnehmenden Unternehmen an, dass die Beratung und Begleitung erfolgreich oder weitgehend erfolgreich war.